Mein Weg – Drei Hörwelten, ein Leben voller Wandel

Mein Leben bestand aus drei völlig unterschiedlichen Wirklichkeiten.
1️⃣ Die hörende Welt (bis 25)
Ich lebte wie alle anderen. Ich hörte, sprach, lachte, tanzte.
Doch dann kam eine Krankheit. Und mit ihr – die Stille.
2️⃣ Die stille Welt der Gebärdensprache (fast 20 Jahre)
Ich verlor mein Gehör vollständig.
Ich tauchte in eine ganz andere Realität ein.
Stille wurde mein Alltag – aber auch meine Tiefe.
Ich lernte, Gefühle zu sehen. Menschen zu lesen.
Ich entdeckte: Stille kann laut sein.
3️⃣ Die elektronische Hörwelt (ab 2009)
Am 14.11.2009 bekam ich mein erstes Cochlea-Implantat.
15 Monate später das zweite.
Ich lernte, die Welt neu zu hören – auf elektronische Weise.
Es war kein „Zurück“, sondern ein Neubeginn.
Diese drei Welten haben meine Kunst geformt.
Sie haben mich gelehrt, dass Hören nicht nur ein Geräusch ist.
Hören bedeutet: das Leben zu spüren.
Ich nenne es:

„TAUB und trotzdem HÖREN“


Ein Moment, der alles veränderte

Als ich an einem Wendepunkt in meinem Leben stand, musste ich wählen, was ich mitnehme.
 Ich packte keine Kleidung ein.
 Kein Gepäck.
 Nur eine Leinwand: „Adam und Eva“.
Dieses Bild war mein Ursprung.
Meine Hoffnung.
Mein Neubeginn.
In diesem Moment wusste ich:
Ich BIN Kunst.


Warum ich male

Weil Kunst sagt, was Worte nicht können.
 Weil Farbe heilen kann.
 Weil Metall Stärke trägt.
 Weil Patina zeigt, dass Vergänglichkeit schön sein kann.
 Weil jeder Mensch gesehen werden will.



Meine Botschaft

Mit meiner Kunst möchte ich anderen Mut machen.
 Denn es gibt immer einen Weg – man muss nur den Mut haben, ihn zu gehen.